Archive for the 'Musik' Category

Rückblick 2009

Als musikalischen Rückblick auf 2009 empfehle ich die Song-Charts und Album-Charts der laut.de-Redaktion.

Kavkas Number One über Depeche Mode

Was wurde nicht alles im Vorfeld zu Kavkas Number One über Depeche Mode versprochen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, zumal ich gewisse Sympathien für Kavka hege. Da ich die Folge über U2 verpasst und die über Bon Jovi bewusst ausgelassen hatte konnte ich mir bisher noch kein Bild über das neue Format machen.

Mich sollten tolle Interviews erwarten. Geheime Interna sollten angesprochen werden.

Ein Urteil nach der Sendung fällt mir nicht schwer. Das war ganz schlechtes Fernsehen! Kavka muss echt Geldnöte haben, dass er seinen Namen dafür hergibt. Das war eine miese Arbeit einer dieser TV-Produktionsfirmen. Kavka war keine 10 Minuten zu sehen. Abgehackte Interviewsequenzen mit Martin Gore, Alan Wilder und Gareth Jones. Das Interview mit Daniel Miller wurde noch nicht einmal von Kavka geführt. Parallel wurde die Bandbiographie dargestellt, wobei m.E. nicht alles den Fakten entsprach. Dabei wurden einige positive wie auch negative Meilensteine zeitlich falsch einsortiert. Ganz schlechte Recherche! Alles dahingeplappert von einer dieser professionellen Fernsehstimme, die man auch morgen wieder bei “Pfuscher am Bau” auf VOX oder so zu hören bekommt.

Und dann diese blöden Zwischenkommentare von Inga Humpe und der deutschen DM-Pressesprecherin.

Kavka hat dabei auch keine gute Figur abgegeben und stellte den Herren Wilder und Gore die typischen Standardfragen.

Also aus meiner Sicht ein einziger Flop!

Über Partypeople

Am vergangenen Wochenende war ich ja auf dem Konzert von Autokratz. Geile Mukke, bei der ich zum Tanzbären werde. Die Herren Cox und Crank sind vermutlich in meinem Alter. Und vermutlich gibt es eine große Übereinstimmung in unseren Plattensammlungen. Aber das ich tierisch auf die Jungs stehe, soll nicht Thema dieses Posts sein.

Das Konzert stieg im Rocker 33, einem mehrfach prämierten Club in Stuttgart. Die Location sind in der Tat ganz cool. Auf der MySpace-Seite vom Rocker 33 fand ich den Hinweis, dass das Konzert um 23 Uhr beginnen sollte. Ist ja reichlich spät für mich alten Sack. Aber für Autokratz nehme ich das gerne in Kauf, dachte ich. Als ich dann ankam, war ich der erste Besucher! Und was soll ich sagen? Autokratz betraten erst um 2 Uhr die Bühne. Die lange Wartezeit fand ich ganz schön frustrierend. Bis dahin haben zwei DJs die Beute mit – nun ja, sagen wir mal: Electronic aufgemischt. Schon bald habe ich mich im Kreise der Partypeople als Fremdkörper gefühlt. Es gibt ja zwei Arten von diesem Bewusstsein:

Bei der ersten will man dazugehören, muss aber erst einmal schauen, wie man sich Zugang verschafft. Trage ich die falschen Klamotten? Sitzt die Frisur nicht Szene konform? Muss ich an meinem Tanzschritt noch arbeiten?

Oder ich denke mir, mit diesen Affen kann und will ich nichts anfangen. Und mir geht es am Arsch vorbei, nicht Teil der Partypeople zu sein. Und das war an diesem Abend definitiv der Fall. Dabei gings nicht um ein Outfit oder andere Äußerlichkeiten. Mich hat einfach diese aufgesetzte Partystimmung genervt. Die DJs – quasi als Vorband – fühlen sich wie die Götter der Nacht, die die Massen berauschen. Und die Leute sagen sich „Geil! Wochenende! Party! Gib mir alles, damit ich Party habe. Gib mir fette Beats! Lass mich tanzen! Gib mir Alkohol! Und ich werde gut drauf sein!“

Soll mir eigentlich alles Scheiß egal sein. Doch leider war diese Stimmung auch bei dem Autokratz-Auftritt zugegen. Ich schätze, es waren ca. 200 Leute dort. Und ich glaube, nur fünf kannten Autokratz wirklich. Und es ist einfach etwas elementar anderes, wenn die Partypeople „Yeah!“ grüllen, mit geschlossenen Augen und verklärtem Lächeln sich der Mukke hingeben oder der wirkliche Fan „Yeeeeeaaaaaaahhhhhhhh! brüllt, vor Glück alles kurz und klein schlagen könnte und die Mukke schon vorher unendliche male inhaliert hat und den Groove bereits im Blut hat und nur Sekunden benötigt, bis er den nächsten Song identifiziert hat.

Der Kontext war einfach Autokratz unwürdig. Zu viele Partypeople, die einfach nur für eine aufgesetzte gute Stimmung gesorgt haben. Keine Leidenschaft. Keine Begeisterung. Keine Ekstase. Kein Ausrasten.

Ich kann dieses Party-Gemache („Ich will jetzt gut drauf sein und mich selbst feiern“) überhaupt nicht nachvollziehen. Aber macht doch, was ihr wollt …

Nochmal SUE – Hamburg is the love

Bekomme nicht genug von SUE. Und muss euch eine weitere Empfehlung aussprechen: Hamburg is the love – tolles Lied und auch hier wieder der Beweis, das gut inszenierte Low Budget Videos auch richtig gut sein können.

Bei dem Video müsst ihr mir aber weiter helfen: Das Video handelt bzw. spielt ja unbestritten um bzw. in Hamburg. Warum aber fahren die zwei Ladies eine Kiste mit Berliner Kennzeichen? Das wird doch bei dem Songtitel kein Zufall sein. Für was steht B? B = Babel? Was für eine Bedeutung soll das Ganze haben? Oder doch nur ein Fauxpas?

SUE – This is

Wunderschön melancholisch. Zauberhaftes Video. Ich bin hin und weg …

jwd und verknallt

Gestern und heute mal wieder zum Firmenmeeting janz weit draußen im Schwarzwald gewesen. Neben vielen Workshops und Vorträgen vor allem auch gekickt, auf einem Bolzplatz direkt am Wald (sehr geiles Gefühl, wenn man den Chef mal dreckig abgrätschen kann).

Und dann bin ich aber mal so was von verknallt in die neue DM. Wow, endlich mal wieder ein DM-Album, was richtig rockt (Ultra war das letzte Album, das mich richtig geflasht hat). Bei insges. 13 Songs bin ich bis auf zwei Ausnahmen von allen begeistert. Sehr gefälliges Songwriting. Produktion hier und da vielleicht etwas zu fett, dennoch großartig.

Zieh mir die Scheibe in fast jeder freien Minute rein. Tipp: habe mir das Album bei Amazon für unter 5 EUR gesaugt!

dm@echo

Muss gestehen, dass ich mir wegen der DM-Premiere von “Wrong” extra den Echo angeschaut habe. Und was soll ich sagen? Find’s verdammt mutig, mit was für einen “einfachen” Song, mit dem sicherlich nicht jeder etwas anfangen kann, die an den Start gehen. Vielleicht aber gerade wegen der flachen, aber flotten Melodiestruktur und der Akkordfolge, die man auch schon an anderer Stelle vernommen hat, rockt der Song die Hütte.

Den Sound find ich ziemlich fett. Bin gespannt, wie das Album klingt. Bei “Playing the angel”, das bei mir eher durchschnittlich ankam, fand ich das meiste etwas zu “überproduziert”. Befürchte für “Sounds of the universe” allein schon wegen des Titels ähnliches.

Aber “Wrong” war gar nicht mal so verkehrt … ;-)

In alten Zeiten schwelgen

Beim Stöbern auf YouTube nach alten Musikvideos gesucht und dabei auf New Order gestoßen. Hatte fast schon vergessen, wie sehr ich sie mag! Manchmal verspielt, fast schon kitschig und immer für ein Experiment bereit. Aber stets cool, verdammt cool. Ich mach mich mal auf die Suche nach den alten CD’s und Platten …

War jemand bei Peter Licht?

Eigentlich wollte ich am vergangenen Samstag auf’s Peter Licht-Konzert nach Heidelberg. Dann kam aber kurzfristig der Ami-Trip dazwischen, so dass ich dieses Highlight verpasst habe. War’s denn eins? War jemand da?

Wenn ihr mal Langeweile habt, schaut/hört euch doch mal die Lesung “Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends” von Peter Licht beim Bachmannpreis 2007 an:

Video-Coverversion

Gerade entdeckt, dass Coldplay zur ihrer aktuellen Single “Viva la Vida” ein alternatives Video gedreht haben. Auf ihrer Homepage heißt es:

Das ist unser Versuch einer Video-Coverversion, die aus der Liebe zu Depeche Mode und dem genialen Anton Corbijn entstanden ist.

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