Archive for Februar, 2006

Fußballspruch für KW 8

Ich schulde euch noch den Fußballspruch für diese Woche. Den liefert heute Schönling Oscar Wilde:

Schönling und Literat Oscar Wilde

Fußball mag ein durchaus passendes Spiel für harte Mädels sein, als Spiel für feinsinnige Knaben ist es wohl kaum geeignet.

Literarisches wertvoll! ;-)

Soccercenter

Heute gings mal wieder richtig drunter und drüber: um 14 Uhr sollte ich auf der Baustelle sein, damit ich dort eine Einführung in unser Heizsystem erhalte. Pech nur, dass sich der Herr von der Gasversorgung zum Einbau des Zählers eine gute halbe Stunde verspätet hat und die Anlage dann doch nicht optimal vorbereitet war. Um 15:30 Uhr habe ich dann unverrichteter Dinge wieder meine Sachen gepackt und bin zurück zur Arbeit. Na ja, nun soll sie aber laufen. Eine Intro werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

Von Vorteil ist, dass ich in Pforzheim arbeite und mir das relativ flexibel einteilen kann. Dennoch ist das immer ein gewisser Act: mit dem Bus @home, dann mit der Karre zur Baustelle und dann wieder zurück zur Arbeit. Dabei geht eine Menge Zeit drauf.

Heute abend war ich dann wieder mit meinen Kollegen kicken. Sport zu machen tut mir einfach so sau gut. Und Fußball macht mir einfach tierisch Spaß. Natürlich habe ich es mal wieder allen gezeigt … ;-)

Doro und der kranke Bennet beim Inhalieren

Dank an meine liebe Doro, die mich trotz kranker Kinder zum Kicken geschickt hat. Du bist eine starke Frau und tolle Mutter. Ich bewundere dich!

Auf den Zahn gefühlt

Die letzte Woche war stressig und vor allem schmerzhaft. Bricht mir doch tatsächlich beim Tacco-Essen ein Stück Backenzahn heraus. Keine Zahnfüllung, sondern wirklich ein Stück Zahn! Hm, kein gutes Zeichen. Ich muss gestehen, dass ich schon jahrelang nicht mehr beim Zahnarzt war (bitte frag jetzt nicht nach der Anzahl der Jahre) und zu denen gehöre, die ein Zahnarzt-Kindheitstrauma nicht verarbeitet haben.

Mist, aber nun führt kein Weg daran vorbei. Mit zittrigen Händen wähle ich die Nummer der Praxis und vereinbare einen Termin. Allein dabei wird mir schwarz vor Augen. Nach verfrühtem Feierabend gehts dann Richtung Praxis. Ich dröhne mir Bruce Lee von Underworld rein: “Mann, du schaffst das.”

Ich betrete das Gebäude und höre dabei mein Herz aarrhythmisch schlagen. Meine Knie werden weich. Im Fahrstuhl sacke ich innerlich zusammen und träume von der Flucht. Die Fahrstuhltür öffnet sich. Hypnotisiert betrete ich die Praxis. Mir schlägt der typische Zahnarztpraxengeruch entgegen. Mir ist kotzübel.

“Ja, bitte?” grinst mich das nette Fräulein hinter der Theke an. In Trance antworte ich ihr: “Ich bin Georg Müller und habe für 17 Uhr einen Termin vereinbart.” “Bitte nehmen Sie noch einen Augenblick im Wartezimmer platz.” Da ist es wieder: das Spiel mit der Wartefolter. Die wissen ganz genau, wie sie mich fertig machen müssen.

Ich werde hineingerufen. Die Zahnarzthelferin checkt schon mal ab, was an liegt. Ich laufe rot an und erzähle meine Story. Bei der Erwähnung meines letzten Zahnarztbesuches reißt sie ihre Augen auf und kann ihre Verwunderung “Wie kann man nur so bescheuert sein?” nicht verbergen. Sie verlässt das Zimmer. Ich bin mir sicher, dass sie sich über mich lustig macht.

Nach unendlichem Warten kommt nun auch Herr Doktor herein. Auch ihm lege ich die Beichte ab und bekenne, dass ich ein Angsthase bin. Er macht dann auf ganz einfühlsam, was mich ein wenig beruhigt. Er schaut sich die Zahnlücke an “Ja, ist schon recht groß” und schickt mich zum Röntgen. Dabei wird meine gesamte Fresse gescant. Ergebnis: Der Zahn ist so ziemlich hinüber. Er kündigt einen Rettungsversuch mit “wunderschöner” Wurzelbehandlung an. Und auch vieles andere liegt im Argen.

Trotz fetter Betäubung macht die Therapie nicht wirklich Spaß, die sich nun mittlerweile über einige Tage hinzieht. Der bohrende Schmerz ist einfach die Hölle. Ich hasse Zahnarztbesuche!

Fazit: der Zahn wird immer wieder aufgemacht, die Wurzelkanäle werden gereinigt (hm, lecker) und anschließend wieder temporär verschlossen. Nach insgesamt zwei Wochen kann prognostiziert werden, ob der Zahn noch einmal die Kurve bekommt.

Persönliches Fazit: mir ist aufgefallen, dass es mir zum Teil leichter fällt, Menschen Einblick in mein Herz zu gewähren als sie in mein Maul schauen zu lassen. Irgendwie find ich das total bloßstellend. Da würde ich sogar lieber nackt durch die Fußgängerzone laufen. Meine Fresse …

Fußballspruch für KW 7

In dieser Woche spricht Berti Vogts ins Mikro:

Berti Vogts

“Die Realität ist anders als die Wirklichkeit.”

Das klingt komplizierter als Luhmann;-)

Viereckige Augen

Hurra! Meine Schwester ist unter die Blogger gegangen. Barbara wird in ihrem Weblog “Viereckige Augen” über Filme erzählen, die sie mehr oder weniger begeistern. Barbaras Filmkritiken sind eine absolute Pflichtlektüre für jeden Filmliebhaber. Ich kenne keinen Menschen, der sich auf diesem Gebiet so gut auskennt wie mein Schwesterherz.

Auf ihrem Blog findet ihr auch mal Hintergrundinfos zu B-Movies, Independent-Kino oder Klassikern. Super, Babsi!

Neuer Familienblog

In Zukunft werden Doro und ich die familiären Posts auf unserem Familienblog veröffentlichen. Dort lassen sich die täglichen Brüller unserer Kinder am besten festhalten. Bin mal gespannt, wann Jannis mit dem Bloggen beginnt … ;-)

Jugendarbeit und Gemeinde

Immer wieder drehen sich meine Gedanken um Gemeinde. Mir ist es einfach zu wenig, einfach nur hinzugehen und meine Zeit abzusitzen. Ich versuche dabei, Gemeinde zu analysieren, wie sie ist und vergleiche sie mit meinem inneren Bild von Gemeinde.

Ich bin froh, dass ich in der Baustraße bin. Mein Pastor (Joachim Glöckler) ist voll der liebe Kerl und gehört nicht zu den machtgeilen Hauptamtlichen. Zurzeit geht er ganz behutsam mit mir um, weil er weiß, dass die jetzige Phase einfach nur stressig für mich ist. Er kann warten, will nichts puschen und ist immer für neue Ideen zu haben, ohne sie gleich abzuwehren. Joachim, ich mag dich!

Ein weiterer Pluspunkt meiner Gemeinde: bei uns gibt es jede Menge Kids und eine super Kinderarbeit. Meine Jungs sind nicht die einzigen in ihrem Alter. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich einst mal eine Kinderstunde (und später auch Jugendstunde) in einem Altenzentrum besucht habe (die Gemeinde ging aus einem christlichen Altenpflegeheim hervor). Wir waren im Durchschnitt drei Kids, aber nicht im selben Alter. Meine Helden erleben das ganz anders: ein Großteil ihrer Freunde ist in der Gemeinde. Wenn Jannis am Sonntag in den Kindergottesdienst geht, sind in seiner Altersgruppe zischen 15 und 20 Kinder. Andere Altersgruppen sind auch nicht schlecht vertreten.

Und nun überlege ich mir, wie sich Gemeinde für sie weiterentwickelt. Wir Eltern leben Gemeinde und Spiritualität so, dass es uns gut gefällt. Aber jetzt schon spüren wir, wie sich die wenigen Teenies im Gottesdienst nicht wohlfühlen und wahrscheinlich nur aus Pflichtgefühl teilnehmen.

Ich denke, dass wir Eltern noch stark herausgefordert werden. Das Thema dürfen wir nicht auf die lange Bank schieben, denn ruck zuck sind unsere Kleinen die Großen von morgen. Wenn wir das verpennen, werden wir viele Tränen weinen.

Dabei sind folgende Sachen wichtig: heranwachsende Jugendliche müssen für voll genommen werden. Sie sind nicht die Gemeinde von morgen, sondern die dynamischste und aktivste Gruppe innerhalb der Gemeinde von heute. Einer Jugendgruppe muss Kompetenz und Verantwortung übertragen werden. Was meine ich damit?

In vielen Gemeinden werden Jugendliche verbal unterstützt: “Wir sind für euch!”, “Macht was” und “Wir beten für euch!” habe ich oft gehört. Aber dann, wenn Jugendliche radikal ihren Glauben ausleben wollen, bilden sich automatisch immer auch Formen, die für die Elterngeneration meistens fremd sind. Und auf einmal bekommt der bezahlte Hirte auch noch Probleme, weil er von den ganzen Sessions und Aktionen nichts mitbekommt. Auf einmal interessiert er sich wieder für die ganzen Pickelgesichter. Doch nur aus Angst, weil sich da eine Parallelstruktur entwickeln könnte, bei der er nicht mehr der Pastor ist. Und das kann er mit seinem pastoralen Gewissen nicht vereinbaren. Dabei hat er längst den Draht verloren. Die Gemeinde lehrt das WWW – werdet wie wir – und ist nicht bereit, von ihren Traditionen und Vorlieben abzurücken.

Folgendes Bild finde ich dazu ganz passend: Jugendarbeit ist wie ein altes Auto, dass man den Jugendlichen anvertraut. “Hey, nimmt Fahrt auf!” ruft man ihnen zu. “Aber immer schön mit angezogener Handbremse fahren!”. “Wir werden euch aber unterstützen” – die Gemeinde schiebt bei angezogener Bremse den Wagen an. Wird der Wagen zu schnell, wird gleich eine Polizeieskorte mit Blaulicht losgeschickt. Für zu schnell Fahren gibts dann Führerscheinentzug oder zumindest ein paar Punkte.

Lasst uns mit dem Schwachsinn aufhören! Lasst uns bereit sein, Parallelstrukturen zuzulassen. Lasst die Kiste ins rollen kommen. Lasst sie rocken, umfallen und wieder aufstehen. Auch hier können wir wieder von Willow Creek lernen: die Jugendlichen von damals haben sich ihren Traum von Kirche verwirklicht und hatten später die Größe, ihren Stolz auf ihre tollen Formen aufzugeben und haben ihren Jugendliche die Gemeinde in der Gemeinde ermöglicht.

Weil viele Gemeinden das verpennt haben, hat Gott so Bewegungen wie die Jesus-Freaks ins Leben gerufen, die sich voll auf die Bedürfnisse der jungen Generation einstellen. Verzeiht mir Freaks, wenn diese Argumentation so uncool und platt ist, aber ich denke wirklich, dass ihr viele aufgefangen habt, die andere fallen gelassen haben. Danke!

Erkenne: Jugendarbeit ist nicht nur ein kleines Sublabel unter einem Majorlabel, sondern Gemeindearbeit pur.

Jesus meets Bruce Lee

Habe mir auf dem Weg zur Arbeit Beaucoup Fish von Underworld reingezogen. Mörder Album! Irgendwie steh ich auf den Bombast-Sound der Herren Hyde, Smith und Emerson (glaube, das letzterer heute nicht mehr dabei ist) aus dem Jahre 1999.

Underworld

Eigentlich bevorzuge ich Musik mit klaren Songstrukturen. Mit House, DB oder gar Techno konnte ich mich noch nie so recht anfreunden, wenn gleich ich ein Faible für elektronische Musik habe. Aber Underworld rocken einfach, insbesondere auf Beaucoup Fish. Hammer Beats, bei denen immer noch was draufgepackt wird. Die Songs (oder hier doch besser Tracks) breiten sich ganz allmählich aus und ziehen sich unendlich in die Länge, ohne Langeweile zu verbreiten.

Underworld darf man nicht „nebenher“ hören. Stell deinen Porti auf „volle Pulle“ und schwebe durch die Straßen. Das kickt mehr als manches Kinoerlebnis. Schade, dass ich kein Teenie mehr bin. Denn denen verzeiht man noch, wenn sie die häusliche Anlage aufdrehen und das Wohnzimmer zur Dancefloor umfunktionieren. Aber zum Glück leben wir in einem mobilen Zeitalter …
Mein absoluter Favorite ist Bruce Lee. Wahnsinns Track! Irgendwie eine Steilvorlage für einen coolen Themen-Gottesdienst „Jesus meets Bruce Lee“ oder so. Im Background laufen zum Undworld-Track Sequenzen von Bruce Lee-Filmen. Und George Schüle, bekennender Bruce Lee-Fan, darf predigen. Wer weiß eigentlich, wo George heute steckt?

Bruce Lee

Ein anderes Mal gibt es weitere Musik-Empfehlungen …

Fußballspruch für KW 6

Diese Woche gibts ein kleines Rätsel:

Aktenzeichen XY ungelöst

Welcher (ehemaliger) Fußballer hat folgende Brüller losgelassen?
(Versucht es mal ohne zu googlen …)

„Bedanken möchten wir uns auch bei den Fans, auf denen wir uns immer verlassen konnten.“

„Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“

„Von der Einstellung her stimmte die Einstellung.“

„Uns steht ein hartes Programm ins Gesicht.“

„Das Unmögliche möglich zu machen, wird ein Ding der Unmöglichkeit.“

„Wenn der Mann in Schwarz pfeift, kann der Schiedsrichter auch nichts mehr machen.“

„Die Brasilianer sind ja auch alle technisch serviert.“

Gmail

Kurze Frage in die Runde: Kann mir jemand mal eine Google Mail-Einladung schicken? [info@georgos.de]

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