Archive for Juni, 2006

Musikalische Vorlieben

Doro und ich haben unsere Jungs ins Bett gebracht. Danach habe ich noch ein wenig in unserer Garageneinfahrt rumgeschippt. Der lehmige Boden macht es einem nach den heftigen Regenschauern echt schwer. Fix und fertig habe ich mir danach ein Bad genehmigt und mir dabei Martin L. Gores Counterfeit2 reingezogen. Mann, wie ich seine Musik liebe!

Vorneweg: Gore ist für mich der weltbeste Songwriter. Auch wenn auf seinem Soloprojekt nur Coversongs zu hören sind, wird keiner hier bestreiten, dass er Mördersongs geschrieben hat. Die Hits von Depeche Mode kennt jeder. Black Celebration ist wohl das Album, das mich in meiner Jugend am meisten beeindruckt und geprägt hat. Das war die Zeit, in der ich angefangen habe, Musik selektiv zu hören. Und irgendwie hat mich dieser düstere Synthiepop einfach nicht mehr losgelassen, weil er einfach am besten mein Lebensgefühl getroffen hat.

Retromäßig habe ich mich in jener Zeit auch mit den Anfängen von DM beschäftigt. Und so führte natürlich auch kein Weg an Mr. Vince Clarke vorbei, den Kopf auf dem Debütalbum Speak and Spell. Dieser ist danach mit Gores Flamme durchgebrannt und hat weitere Projekte ins Leben gerufen: Yazoo und Erasure sind weitere Meilensteine in meiner Musikwelt. Insbesondere Yazoo find ich sehr kultig! Erasure verzaubern auch heute noch mit ihrer Zuckerwatten-Musik – wenn auch nur eingefleischte Fans. Böse Fachjournalisten behaupten, Erasure produzieren schnulzigen Schlager.

Ich muss schon zugeben, DM klingt viel düsterer, reifer und schwerer als Erasure. Aber manchmal muss ich mir einfach eine Scheibe von den Jungs reinziehen. So, wie an einem Abend Heißhunger auf Weiße Schokolade zu haben, muss hier und da mal dieses süße Zeug verschlungen werden.

Clarke ist für mich der größte Synthiefreak, dessen Loops und Sequenzen mich wohl am meisten in meiner bescheidenen Musikmacherei beeinflusst haben.

Ende der 80er habe ich dann ausschließlich elektronische Musik gehört. Mit 17 Jahren hat mich dann auch EBM voll gepackt. Nitzer Ebb und Front 242 haben es mir da am meisten angetan.

Mit Anfang 20 konnte ich mir aber eingestehen, dass auf Dauer ausschließlich elektronische Mucke langweilt. Hitparadenmusik hat mich aber auch damals nicht sonderlich gekickt. Okay, Grunge war dann letztlich auch recht erfolgreich und somit kommerziell. Aber ansonsten konnte ich den Scheiß kaum ertragen. Deshalb habe ich mich eher in die Independent-Ecke geflüchtet, ohne aber dabei Groupie einer bestimmten Band zu werden.

Anfang und Mitte der 90er hat mich dann Rolf Schild auf ganz andere Wege verführt. Die Platten der Pat Metheny Group haben mir noch mal ein ganz anderes Klangerlebnis beschert. Das ist noch melodischer und leicht verdaulicher Jazz. Das Beschäftigen mit diesen Scheiben hat mich natürlich musikalisch noch mal richtig gepuscht. Genial, wie locker 7/8- oder 10/8-Takte daherklingen.

Und so höre ich heute richtig Mischmasch. Und das ist gut so!

Was mich absolut abturnt: Der ganze Hip-Hop-, R&B und Black Music-Scheiß. Da kommt mir ganz schnell der Gallensaft hoch … Vor manchen Künstlern habe ich echt Respekt, aber die Musik berührt mich überhaupt nicht. Dafür war ich wohl früher einfach zu wavig ;-)

Was mich noch reizt: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik. Ich glaube, da gibt es jede Menge guter Bands. Außerdem find ich deutsprachige Texte irgendwie ansprechender. Woran das nur lieg? ;-)

Bennet – der Gesegnete

Am Sonntag wurde unser Bennet gesegnet. In der freikirchlichen Szene nennt man das “Kindersegnung”. Und das war sehr nett, weil viele liebe Bekannte auf ganz kreative Weise Bennet gesegnet haben. Als dann ganz offiziell für Bennet gebetet wurde, er in den Armen des Pastors lag, dieser betend in das Mikro sprach, wolllte mein Junior immer nach dem Mikro greifen. Hab mich vor Freude halb weggeschmissen und hatte dabei doch Tränen in den Augen, weil es mir sooo wichtig ist, das dieser kleiner Mann Gottes Liebe und Nähe erfährt und unter seinem Segen steht, geht, fällt, aufsteht und weitergeht. Yeah!

Bennet

Nach dem Gottesdienst wurde dann über die “Ich reiß dir das Mikro weg”-Aktion gelacht: “Der wird mal Pastor …” ;-) Wird dann wohl so ein revolutionärer Macher, der dem Senior Pastor das Mikro vor der Schnauze wegzieht … ;-)

Ansschließend waren wir noch mit den Schwiegereltern und dem Fleischermeister vom EDEKA Bretten und seiner Familie fett essen. Jannis und ich haben am Abend dann noch die Messe in Pforzheim unsicher gemacht.

Fußball Videos

Heute gibt es die geballte Ladung an Fußball Videos. Viel Spaß!

Blutgrätsche der medizinischen Abteilung:

Zu früh gefreut:

Auch ganz witzig:

Fußball-Sanitäter:

So sieht es aus …

Und hier noch die versprochenen Bilder von unserer Doppelhaushälfte in Niefern:

Seitenansicht vom Schießrain

Stirnseite

Jannis spielt vor der Garage

Rückseite

Diese Woche wird noch die restliche Erde abtransportiert.
Und dann kommt noch unsere neue Ledercouchgarnitur. Yeah! ;-)

Fußballspruch für KW 24

Am vergangenen Samstag durfte ja das ZDF die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft übertragen. Johannes B. Kerner kündigt gerade noch vollmundig an, dass beim ZDF die Spiele fachjournalistisch analysiert werden und schaltet dann zu seinem Kollegen René Hiepen, der Pelé interviewen darf. Gleich zu Beginn stellt Hiepen die Legende wie folgt vor:

Wir begrüßen Pelé, den besten Fußballer dieses Jahrhunderts.

René Hiepen

Na, Klasse, Herr Fachjournalist! In welchem Jahrhundert leben Sie denn?

Mitgefiebert

Im Hause Müller wurde gestern dem WM-Auftakt euphorisch entgegengefiebert.

Jannis und die Deutschland-Fahne

Auch Tante Barbara ließ sich anstecken.

Tante Barbara, Bennet und die Deutschland-Fahne

Und dann ging’s los.

Jannis und Papa singen die Nationalhymne

Am nächsten Morgen umarmten sich Fans vor Freude beim Frühstück. “Wir standen hinten ganz schlecht. Dafür erzielten wir ein Traumtor nach dem anderen. Mann, lass dich drücken!”

Jannis und Bennet umarmen sich

WM-Vorbereitung

Vorfreude und Anspannung machen sich breit. Kollegen packen Deutschlandfahne und Ball aus. Das Bier wird kalt gestellt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, auch wenn hier und da die Wade zwickt.

Tipp vieler Mitarbeiter: 4:0 wird Costa Rica weggefegt. Mal sehen …

WM-Vorbereitung

Für Rolf

Über Pfingsten waren wir bei meinen Eltern. Gudensberg liegt in Nordhessen, ganz in der Nähe von Kassel. Dort bin ich aufgewachsen. Es ist immer etwas seltsam, „nach Hause“ zu kommen, weil es eben nicht mehr mein zu Hause ist. Ich verspüre noch nicht einmal so was wie ein altes Heimatgefühl.

Dennoch war die Zeit dort ganz nett. Bei meinen Eltern war die Hütte brechend voll, da noch weitere Verwandte aus der Schweiz und dem Land des Fußball-Weltmeisters zu Besuch waren.

Am Pfingstmontag habe ich mich dann mit Rolf Schild getroffen, den ich zu viele Jahre nicht mehr gesehen und gesprochen hatte. Mann, das war ein schönes Erlebnis. Rolf ist in meinem Leben ein heller Stern. Er war mein Jugendpastor, hat mich super gefördert und an mich geglaubt. Außerdem ist er ein guter Freund, mit dem man viel Lachen kann. Rolf ist ein echter Visionär, der begeistern kann und immer wieder neue Ideen hat. Manchmal zwar etwas plakativ, das aber bewusst provokativ. Damals starteten wir gemeinsam mit ein paar anderen ein Gemeindegründungsprojekt, das ganz gut anlief, dann aber aus diversen Gründen eine Bruchlandung erlebte. Mit den Jahren haben wir uns aus den Augen verloren. Umso schöner, dich wieder getroffen zu haben. Hoffe, wir sehen uns bald wieder!

Leider hast du in deinem Leben nie die großen Befürworter erlebt. Solidarität hat man dir oft verweigert. Trotzdem bist du aufgestanden, gehst mit festem Schritt weiter und schaust mich mit einem gebrochenen, aber funkelnden Blick an. Ich bewundere dich. Gott mit dir! Gott mit dir! Gott mit dir! Gott schenke dir Supporter, wie du einer für mich warst. Du gehörst zu meinen Helden!

Neues Video

Von Sascha geklaut, der es bei ojo entdeckt hat … Viel Spaß!

Sehr lecker auch Saschas Eintrag vom 1. Juni.