Archive for August, 2006

Little Computer People – Little Computer People

Während meines Urlaubs läuft der Rechner nicht den ganzen Tag. Deshalb reduziere ich auch meine Blogbeiträge. Dafür gebe ich in diesen Tagen meine Electro-Klassiker preis. Den Anfang macht Little Computer People (nach einem Computerspiel benannt), das ein einmaliges Projekt von Anthony Rother war, meiner Meinung nach auch seine beste Scheibe.

Emerge – Fischerspooner

Wenn wir uns schon mit dem Theme Emerging Church beschäftigen, darf Emerge von Fischerspooner nicht fehlen. :lol:

(Die zwei Longplayers von Fischerspooner sind jedem zu empfehlen, der auf elektronische Musik steht. Gehören definitiv zu meinen Favorites!)

Emerging Church – Dan Kimball (II)

So, nun habe ich wieder ein paar Seiten in Kimballs Buch gelesen (bin immer wieder versucht „Dr. Kimble“ zu sagen und sehe dabei einen Typ wie Harrison Ford „auf der Flucht“). Endlich hat es Ford – äh Verzeihung – Kimball geschafft, nicht nur ironische Kommentare in mir hervorzurufen. Über ein paar Dinge musste ich nachdenken. Manches hat meine Zustimmung gefunden. Anderes sehe ich nicht so. Aber nun mal der Reihe nach …

Das Buch ist ja in zwei große Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um das Zeitalter der Postmoderne. Dabei streift er auch die Auswirkung, die die Postmoderne auf die Gemeinde von heute hat. Eigentlich mag ich den Begriff Postmoderne nicht so sehr, weil abgelutscht und zu oft als „Modebegriff“ in der christlichen Szene missbraucht (und außerdem: ist die Postmoderne von den Historikern schon offiziell bestätigt und abgenickt?). Dennoch halte ich mich mal an seine Terminologie. Seine Gesellschaftsanalyse find ich relativ flach und zu sehr aus dem amerikanischen Fokus betrachtet. Wenn man sich schon ein wenig mit dem Thema beschäftig hat, kann man getrost den gesamten ersten Teil überspringen. Als Anknüpfungspunkt eignet sich jedoch das letzte Kapitel des ersten Hauptteils („Was ist ‚Kirche’? – Das zweitwichtigste Kapitel in diesem Buch“). Dort beschreibt Kimball, dass Kirche bei den Urchristen nicht als Institution sondern als Versammlung verstanden wurde. Hierzulande diskutiert man mit den Schlagworten Organismus und Organisation.

Was mich auch schon im Vorfeld beschäftigt hat geht Kimball unter dem Absatz „Anbieter religiöser Waren und Dienstleistungen?“ an. Er prangert das Konsumverhalten an, das die Kirche in der Moderne hervorgebracht hat. Die Kirche sei zu einem Dienstleister verkommen:

Haben wir aus unserer Kirche mit der Zeit, trotz bester Absichten und lauterer Motive, einen Anbieter religiöser Waren und Dienstleistungen gemacht? Haben wir in unserem Verlangen, die Bänke wieder zu füllen, den Menschen unterschwellig vermittelt, dass die Kirche ein Ort ist, zu dem man hingeht, um etwas darüber zu erfahren, wie Gott uns dabei hilft, unsere Probleme zu lösen? Wo man hingeht, um seine wöchentliche Ration vom Wort Gottes zu bekommen? Wo man hingeht, um die Angebote zu nutzen, die einem dabei helfen, ein besseres Leben zu führen und soziale Kontakte zu knüpfen? Wo man hingeht, um gute Lobpreismusik zu hören?

All das sei leider der Fall, als Ergebnis spricht er von „Konsumchristen“, die sich eine Gemeinde nach ihren Bedürfnissen suchen.

Seine Antwort find ich mal wieder schwach, weil er dem Model der „Konsumentenkirche“ das der „Missionale Kirche“ gegenüberstellt. Dort sei die Kirche

eine Gruppe von Menschen, die eine gemeinsame Mission haben und sich als Gemeinschaft versammeln, um Gott anzubeten, sich gegenseitig zu ermutigen und Lehren über das Wort Gottes hören, was eine Ergänzung zu den darstellt, womit sie unter der Woche selbst ihren Hunger stillen.

Die These klingt recht gut, schreibt sich aber garantiert auch jede „Moderne“ Gemeinde auf die Fahnen. Leider füllt er seine These überhaupt nicht mit Leben.

Er schreibt so, als ob seine Gedanken zum Thema Gemeinde bzw. Kirche so revolutionär und urchristlich seien, dass es dich glatt vom Hocker reißen müsste. Aber genau das gleiche haben auch schon Hybels & Co. gesagt …

Worüber ich nachdenke: ist es wirklich so negativ, Gemeinde als Dienstleister zu verstehen? Sind Charismen nicht Gnadengaben Gottes zum Dienst an Menschen und insbesondere der Gemeinde. Wird deshalb nicht auch von „Dienstgaben“ gesprochen? Irgendwie find ich es nicht verwerflich, meinen „Dienst“ in der Gemeinde auch als eine Art Dienstleistung zu sehen, der „konsumiert“ werden darf und soll.

Wie denkt ihr darüber?

Nach diesem Kapitel beginnt dann der zweite Hauptteil des Buches. Dort geht es dann ausschließlich um Spiritualität. Das klingt dann leider so, als ob Kimball Emerging Church auf ein spirituelles Erlebnis reduziert. Ich will ihm so eine eingeschränkte Sicht nicht unterstellen, hätte aber bei dem Aufreißerbuchtitel bedeutend mehr erwartet.

Denn ich denke, dass dieses „spirituelle“ Erlebnis (was für mich wiederum mal ein typisches Dienstleiterkriterium ist) nur die Spitze des Eisbergs ist. Events lassen sich „recht“ einfach machen. Das beschreibt er wohl dann noch auf den weiteren verbleibenden Seiten, die ich noch zu lesen habe (habe aber mal wieder den Eindruck, dass auch das relativ flach und einseitig wird – so z.B. seine Theorie Dunkelheit und Kerzen fördern Spiritualität).

Was mich brennend interessiert sind Themen wie Hierarchie/Leiterschaft (Klerus vs. Laie) und wie Emerging Church mit mehreren Generationen – sprich mit ihren Kindern – umgeht. Letzteres frag ich mich, weil ich schließlich Vater von zwei Kindern bin und ich nicht nur Interesse an einer coolen „Session“ habe. Emerging Church muss auch der Platz sein, bei dem sich meine Kids wohl fühlen, Bedeutung haben und ihre Rolle finden.

Hier würde mich mal interessieren, wie das die deutschen Emerging Church-Aktivisten sehen …

Zurück aus der Schweiz

Wie in meinem letzten Post berichtet, war unsere gesamte Firma die letzten Tage in der Schweiz unterwegs. Ich habe einfach einen super guten Arbeitgeber, der bei all dem geschäftlichen Schnick-Schnack auch die Fun- und Erlebniskomponente nicht vergisst. So waren wir nach unserer Ankunft am Donnerstag in einem Hochseilpark. Und das war mega gut und herausfordernd. Mann, ich habe echt Glück gehabt, in so einem Laden, der auch noch gut läuft, zu arbeiten …

Auf der Busfahrt hatte ich dann Zeit ein paar Seiten in Kimballs Buch zu lesen. Mal schauen … werde evtl. morgen darüber berichten …

Meine Süße ist mit unseren Helden auf Tour

… und ich hänge heute abend alleine in unserer Bude rum. Doro ist mit den Jungs zu ihren Eltern gefahren (Hückelhoven-Baal – Nähe Mönchengladbach). Ich werde von morgen bis zum Wochenende geschäftlich in der Schweiz unterwegs sein. Anfang nächster Woche habe ich dann Urlaub und werde ein paar Tage an unser Stützwand (Terasse) rumbasteln. Werde mir beim Heben der fetten Pflanzenringe bestimmt einen Bandscheibenvorfall holen und danach Benny Hinn konsultieren. ;-) (Der hat tatsächlich ein .org- und keine .com-Domain – kaum zu glauben ;-) )
Nach erfolgter Heilung werde ich meiner Family nachreisen. Und dann machen wir das Rheinland unsicher … :lol:

Allen anderen einen schönen Urlaub. Und den Riegsingers einen guten Umzug nach München. Gott mit euch!

Emerging Church – Dan Kimball (I)

Wie angekündigt habe ich nun meine ersten Seiten in Kimballs Buch gelesen. Vorab: bis jetzt haut mich das Buch nicht vom Hocker. Aber das kann ja vielleicht noch werden, wenn gleich ich meine Befürchtungen habe …

Kimball darf sich geehrt fühlen, dass sich der Godfather of The Purpose Driven Church zu einem Vorwort herabbegibt. Rick Warren kann nicht anders und muss natürlich von seinem Bestseller erzählen:

… mein Buch „Kirche mit Vision“ beschreibt, was der Auftrag der Kirche ist …

Wenn ich den etwas Dickligen und bald in Rente gehenden Seniorpastor aus Saddleback in seinen Videos nicht so putzig finden würde, hätte ich wohl einen ganz miesen Eindruck von ihm und käme auf Gedanken wie „Jeder Christ ein Narzisst“. Aber egal …

Aber kommen wir zur Einleitung: in Willow Creekscher Manier möchte der Autor davor warnen, dass man keine äußeren Formen nachäffen und keine Methoden kopieren soll. Zum Finale im Intro betont Kimball, woran der Erfolg der Emerging Church gemessen werden kann:

Indem wir uns ansehen, welche Art von Menschen wir hervorbringen – Kinder Gottes, die dazu aufgerufen sind, als das Licht und Salz der Welt in ihrer jeweiligen Umgebung zu leben (Matthäus 5,13-16).

Tja, dagegen lässt sich nichts einwänden. Ist mir aber irgendwie zu „amerikanisch“, weil es wieder um Erfolg geht. Warum muss alles immer erfolgreich sein? Wozu muss immer ein Benchmark her? Und dann habe ich auch den Eindruck, dass er dem der Emerging Church kritisch gegenüber stehenden Leser erst einmal mit so einer „geistlichen“ Antwort das Maul stopfen will.

Hatte mir insgeheim einen leidenschaftlicheren Einstieg gewünscht. Irgendwie schreibt Kimbal wie ein außenstehender Unternehmensberater, den es um Erfolg geht.

OK. Sein Buch gliedert er in zwei große Teile. Im ersten Teil geht es um Dekonstruktion, der erklären soll, warum Veränderungen in der Kirche der Postmoderne nötig sind. Selbstverständlich ist der zweite Teil ohne den ersten nicht zu verstehen, bei dem es um konkrete Ideen gehen soll.

Nun habe ich ein paar Dutzend Seiten des ersten Teils gelesen. Kimbal zaubert einen alten Hut bzw. Sky her, der den antichristlichen Prototyp der Postmoderne verkörpert.

„Hallo. Mein Name ist Sky und ich bin kein Christ.“

Sky wird natürlich Christ und lässt sich taufen. Hey Sky, ich freu mich wirklich mit dir, leider hat Dan deine Geschichte so lachhaft auf ein paar Seiten geschildert, dass du mir bitte meinen ironischen Unterton verzeihst. Das ist weder semi-wissenschaftlich noch pseudo-empirisch. Einfach nur peinlich.

Na ja, ansonsten habe ich echt nichts berichtenswertes gelesen. Dabei bin ich wirklich offen und werde das Buch weiter lesen. Ach, doch, eine Sache war ganz, ganz „neu“ für mich und musste mir dabei lachend auf die Schenkel hauen:

Dann sah ich eines Abends zu später Stunde die Cranberries unplugged auf MTV. Sie spielten ein ganzes Konzert rein akustisch.

Alter Schwede, jetzt habe ich das mit den unplugged Sessions endlich mal verstanden. Das sind rein akustische Konzerte! Danke Dan. :lol:

Nitzer Ebb@Technoclub/FFM [15.12.1989]

Habe die Tage in meinen alten CDs und VCDs rumgekramt und staunte dabei nicht schlecht, als ich meine alte Nitzer Ebb VCD vom Konzert im Technoclub fand. (Diese hatte ich schon ganz vergessen.) Anlass zu diesem Event war die Fifth Anniversary Party, also der 5. Geburtstag des Technoclubs in FFM im Jahre 1989.

Nun werde ich die einzelnen Tracks sukzessive bei YouTube hochladen, da es hierzu nur ein Video gibt, das erst “mittendrin” beginnt und “nur” ein paar Songs enthält. Zum Warmwerden gibt es heute das Intro “Twa” mit anschließendem “Without belief”.

Wer ein Gefühl dafür bekommen möchte, was mich Mitte der 80er bis Anfang der 90er geritten hat, sollte mal reinschauen … Macht euch nur nicht lustig! ;-)

Google Analytics

Mal wieder eine technische Info: Google hat die Beschränkung bei Neuanmeldungen für seinen Serivce “Google Analytics” aufgehoben. Somit ist der Dienst zur Analyse von Web-Traffic frei verfügbar.

Interessant für alle, die selbst eine Homepage betreiben und einen Eindruck vom Besucherverhalten gewinnen wollen (wer kommt woher und wählt welchen Weg auf meiner HP und verlässt mich wohin). Insbesondere Blogger, Kirchengemeinden und Selbständige sollten sich das mal genauer anschauen …

Weiterführende Links:

Jannis’ Bauarbeiterparty

Jannis' Geburtstag - Frühstück und Geschenke

Jannis hat heute Geburtstag. Vier Jahre alt wird der kleine Mann. So schnell vergeht die Zeit. Das musste natürlich gebührend gefeiert werden. Und was sollte sich Jannis auch anderes wünschen als eine Bauarbeiter-Geburtstagsparty?!

Jannis pustet die Kerzen aus

Manche Papas und Mamas suchen immer wieder nach ein paar Ideen für ein Kindergeburtstagprogramm mit passendem Motto. Hier ist das Motto klar, kommen wir also zum Programm:

Bauarbeiter am Werk

  1. Kinder werden beim Kommen mit einer Kinderwarnsweste bekleidet, die man als Bauarbeiterweste deklariert. Das Geschenk wird nicht gleich ausgepackt, sondern vom Gast in einen Werkzeugkasten deponiert.
  2. Kuchenessen mit passender “Bob der Baumeister”-Torte.
  3. Die Kinder setzen sich im Kreis. Das Geburtstagskind macht Pinseldrehen. Das ausgewählte Kind holt sein Geschenk aus dem Werkzeugkasten, so dass das Geburtstagskind das Present auspacken kann.
  4. Kleines Puppenspiel mit zwei Bauarbeitern. Hier habe ich zwei Luftballons jeweils einen Bauhelme aufgesetzt und diesen dann ein Gesicht verpasst. Geschichte ist freu zu erfinden … sollte halt um das Geburtstagskind und Baustelle gehen.
  5. Spiel 1: Baustellenparkur – Ist frei zu wählen. Wenn ihr überhaupt keine Ideen habt, verlinke ich demnächst ein Video.
  6. Spiel 2: Beton mischen – Aus Spiel eins wurde Sand auf eine Plane geschüttet. Dieser Sand wird nun mit Zement und Wasser zu Beton vermischt. Anschließend wird der Beton in eine Form geschaufelt. Vorsicht beim Umgang mit Zement (Bindemittel wie Kalke und Zemente sind ätzend und können ebenso wie scharfkantige Sande schwere Augenverletzungen verursachen). Es muss klar sein, dass der Spielleiter der Bauleiter ist und die Bauarbeiter nur das machen dürfen, was der Bauleiter ansagt.
  7. Spiel 3: Freies Spielen mit Wasser, Sand und Rohren. Hier können die Kids selbst kreativ werden und herumbauen.
  8. Abendessen – Natürlich nach Wunsch des Geburtstagskinds.

Bob der Baumeister-Kuchen

Tipp für heute Abend

Auch wenn ich nun mit Benis Hähme leben muss, hier zwei Videos zu einem durchaus interessanten Thema … ;-)

Tipp für heute Abend (aber wie mach ich das nur mit dem Hauskreis? :lol: ):

Mann weiß sich zu helfen (hm, lecker! :lol: ):

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