Fußballspruch für KW 48
Der Staatsanwalt hat Freispruch für Hoyzer gefordert. Da hätt’ man ja echt drauf wetten können!
Der Staatsanwalt hat Freispruch für Hoyzer gefordert. Da hätt’ man ja echt drauf wetten können!
Ich muss mich entschuldigen. Mein Zick-Zack-Kurs löst bei einigen von euch sicherlich Verwunderung aus. Und niemand denke, ich sei verschnupft oder nicht ganz klar im Kopf. Vor ein paar Tagen ging’s mir noch so richtig dreckig. Da lag ich im Krankenhaus und hatte gerade eine lebensbedrohliche Operation überstanden. Dort tauchten zwei Herren in schwarz auf und boten mir einen Job an. Von der Narkose noch völlig plem plem im Kopf, gekleidet in einem muffigen Schlafanzug und mit einer Infusion an mein Krankenbett gefesselt, verjagte ich die Headhunter.
Nun ist der üble Mundgeruch nach der OP überstanden. Letzte Nacht war ich zum ersten Mal wieder klar im Kopf. Ich realisierte, was in den letzten Tagen vor sich ging: Die Ärzte retteten mein Leben. Als Hartz-IV -Empfänger schlug ich ein für meine Verhältnisse Topp-Angebot aus. Ich war ein Narr. Ich betete zu Gott. Bat um Vergebung. Der Herr lehrte mich, ich solle den Mut aufbringen und mich bei den zwei Herren entschuldigen.
Mit zittrigen Händen wählte ich die Nummer, die ich zuvor über telefonbuch.de ermittelt hatte. Gott sei Dank, dass es das Internet gibt! Herr O. klang zwar anfangs echt angefressen. Aber der Herr gab mir Weisheit und die rechten Worte für diesen Moment. Und was soll ich sagen. Das Gespräch hat sich gut entwickelt. Später wurde auch noch Herr M. zugeschaltet. So was Verrücktes habe ich noch nie erlebt, ich meine so ein Telefongespräch mit insgesamt drei Leuten. O. nannte das Telefonkonferenz. Diese Handys von heute sind einfach geil.
Heute kamen die zwei Herren noch einmal bei mir persönlich vorbei. Sie wollten sich einen persönlichen Eindruck von meiner Wohnung machen. Ich brühte schnell eine Kanne Kaffee auf. War vielleicht ein bisschen stark, aber O. und M. waren voll nett zu mir. Mann, ich kann es kaum fassen. Endlich habe ich wieder einen Job, muss mir nicht ständig Kohle von meinen Eltern und Onkels und Tanten ausleihen. OK, ist nicht der Traumjob. Aber was soll’s! Ich bin jung und brauch die Kohle …
Super, dass ich mich noch ein paar Tage regenerieren kann. Eigentlich wollte ich mich ja erst dann offiziell zu Wort melden, wenn ich meinen Beruf richtig aufnehme. Aber mich nimmt ja nun eh keiner mehr ernst …
Euer C.
Meine Schwester war vergangenes Wochenende bei uns. Barbara ist ein richtiger Filmfreak. Da ich zur Zeit filmtechnisch aber so was von informiert bin, hat sie mich am Samstag ins Kino mitgeschleppt (Danke für Einladung Babsi!). Und so haben wir uns Children of Men angesehen. Barbara hat darüber eine Filmkritik geschrieben, die ich voll und ganz unterstreichen kann.
Am Sonntag hat sie dann eine mitgebrachte DVD eingelegt. Und auch dieser Film war sehr sehenswert: The Machinist. Von Christian Bale war ich schon seit American Psycho überzeugt. Und hier: einfach Weltklasse (hat für die Rolle 30 kg abgenommen und läuft extrem abgemagert herum – nicht so pseudomäßig schlank wie Tom Hanks in Cast Away; kaum zu glauben, dass Bales nächster Film Batman war). Wenn ihr mehr Infos zum Film sucht, dann bei Babsi.
Heute gibt es den Fußballspruch als Video vom guten alten Lothar, als dieser sich auf einer Pressekonferenz in New York erstmalig präsentierte. Good luck euch allen
Yeah, bei Bennet sind die ersten Zähne durch das Zahnfleisch durchgebrochen. Und zwar nicht dort, wo wir es vermutet hätten. Wir haben immer auf die unteren Backenzähne getippt. Aber nun sind es die oberen zwei Schneidezähne, die den Start hingelegt haben.
Bennet zeigt noch nicht so gerne seine Zähne. Dafür kann er aber prächtig zubeißen, wie hier beim Schlemmen von Wasserfarbe und Wachsmalstiften in Jannis’ Bastelecke.
Da ich heute mit meinen Kollegen kicken gehe, muss ich nun mal wieder etwas zum Thema Fußball posten. In Köln laufen ja ganz heiße Diskussionen um den vakanten Trainerposten der Geißbockelf. Dort war Christoph Daum bereits als Nachfolger des erfolglosen Latours auserkoren.
Dem armen Kerl wurden dieser Tage jedoch die Mandeln entfernt. Grandios die inszenierte Presseskonferenz am Krankenbett. Das “Streiflicht” (SZ) fühlt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen:
“Am Samstag wurde im deutschen Fernsehen zum Teil live folgende Nachricht verbreitet: Christoph Daum wird nicht Trainer des 1. FC Köln, weil ihm die Mandeln raus genommen worden sind. Daum hat nicht viel gerissen in der letzten Zeit. Köln ist ein mittelmäßiger Zweitligaverein. Mandeln werden jeden Tag zu Tausenden entfernt. Es war die unwichtigste Nachricht des Jahres. Daum lud zu einer Pressekonferenz ins Foyer des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Köln. Viele Journalisten waren da, auch Patienten aus der Abteilung Hals-Nasen-Ohren; einige schoben Ständer, an denen Flaschen mit Kochsalzlösung befestigt waren. Wenn das Fernsehen im Altersheim von Springfield zu Gast ist, fällt einem Greis gern das Gebiss aus dem Mund und umklammert ein Kamerakabel. Diese Szene fehlte bei der Show mit Daum, sonst hätte alles genau so bei den Simpsons laufen können.”
Nun verwundert es mich dennoch ein wenig, warum niemand eine Haaranalyse beantragt hat …
Haso hat einen coolen Slogan formuliert:
Wir brauchen Gnadenapostel und keine Moralapostel.
Das Zitat findet ihr in seinem lesenswerten Post “Ted Haggard – doch noch ein Kommentar“, der sich mit dem Fall von geistlichen Leitern und Gnade beschäftigt.
Die Gedanken darin haben mich zum nachdenken gebracht, weil ich zumindest innerlich recht schnell aufgebracht bin, wenn solche christlichen Superstars mit ihrer super Moral und ihrer super Megachurch auf die Fresse fliegen und ihr Doppelleben ans Licht kommt. Dann bin ich zwar mehr über das System an sich aufgebracht, entdecke aber auch den Moralapostel in mir gegenüber der betreffenden Person. Ganz schlimm ist es, wenn sich dann auch noch so triumphale Gefühle in die Sache einmischen (”wusste ich doch schon immer, dass die sog. Superstars alles Heuchler sind”).
Danke für den Arschtritt, Haso!
War gestern und heute mal wieder beruflich unterwegs. Doro hatte in der Zeit viel Stress mit unseren Lütten, weil es beide mal wieder erwischt hat. Der eine ist verschnupft, der andere klagt über Halsschmerzen. Und das überwiegend nachts. So war ich froh, dann wieder daheim zu sein und dort meinen Mann zu stehen und meine Rolle einzunehmen.
Da meine Süße letzte Nacht kaum ein Auge zugemacht hat, werde ich die Nachtschicht übernehmen. Jesus, lass meine Frau und Jungs gut schlafen! Und auch euch eine Gute Nacht …