2006 – ein ziemlich intensives Jahr
Sitze mit meinem Notebook auf meiner neuen Ledercouch in meinem neuen Haus und zieh mir mit Johnnys alten Kopfhörer die neue Gabriel & Dresden rein, die mir Doro unter unseren wohl geschmückten Weihnachtsbaum gelegt hat.
Wenn ich auf 2006 zurückblicke gibt es zwei Zustände, die mir einfallen:
Zufriedenheit
Doro und ich könnten das Jahr auch unter das Motto „Jahr der Innovationen“ stellen. Zunächst sei hier unser Bennet genannt, der nicht mehr wegzudenken ist und vor ein paar Wochen seinen ersten Geburtstag gefeiert hat. Mann, bin ich Gott für diesen süßen Kerl dankbar. Ende April sind wir dann ins neu errichtete Eigenheim nach Niefern gezogen. Und dann habe ich seit einem Jahr einen neuen Job, der mir so richtig Spaß macht und auch Perspektive bietet.
Yeah, Doro, wir haben 2006 gepackt! Weißt du noch, wie wir vor 12 Monaten gesagt haben „wenn wir erst einmal das nächste Jahr geschafft haben! …“ Baby, ich find, wir haben das riesig gemeistert. Du bist so unglaublich stark, diszipliniert und optimistisch. Und wenn ich dich mit unseren Kerlen sehe, dann habe ich mir schon die eine und andere Träne weggewischt.
Erschöpfung
Die Siege haben aber auch ihren Preis. Ich fühl mich einfach nur erschöpft. Zwischendurch, und das war ja hier auch einige Male zu lesen, hat mich diese ganze Hausgeschichte ganz gewaltig angepisst. Auch heute frage ich mich hin und wieder, ob der ganze Einsatz gerechtfertigt ist. Vor allem, weil es auch im nächsten Jahr noch genug zu erledigen gibt.
Ein zweites Kind stellt das bisherige Familienleben noch einmal gehörig unter Druck. Haso hat mal in einem persönlichen Gespräch gesagt, dass jedes weitere Kind nicht mehr so viel Aufwand wie das zuvor geborene darstellt. Ich kann das nicht ganz unterstreichen. Das ältere Kind wird zwar auf der einen Seite „pflegeleichter“, konfrontiert dich aber auch weiterhin mit neuen pädagogischen Herausforderungen, die zunehmend ein hell waches Hirn voraussetzen („warum ist das so?“, das theologische, philosophische und intellektuelle Dimensionen einnimmt). Und das zweite Kind benötigt noch einmal die volle Grundversorgung Tag und Nacht. Die Nächte sind unterbrochen, die Morgende beginnen um sechs Uhr und wenn alles Rund läuft, schlafen die zwei Herren zur Tagesschau. Danach wird der Haushalt noch ein wenig auf Vordermann gebracht und der wichtigste Papierkram erledigt. Mal so relaxt ins Kino oder mit Freunden ein Bierchen trinken gehen ist nicht mehr drin bzw. man hat einfach keinen Bock mehr drauf.
Und jobmäßig versuch ich auch Gas zu geben. Will weiterkommen, meine Chance nutzen und eine saubere Arbeit abliefern. Manchmal kommen Projekte in eine Phase, da wird es dann auch mal stressiger. Von wegen „nine to five“.
All das zu handlen fällt mir nicht immer einfach. Aber ich hab’s gepackt. Und deshalb bin ich zufrieden. Vor allem bin ich dankbar. Meinen Chefs und Kollegen für einen geilen Job. Meiner Doro, mit der ich diese tolle Familie haben darf. Und meinem Gott, durch dessen Gnade ich bin, was ich bin. Und ich definiere mich primär als ein geliebtes Kind Gottes.
Freunde, Gott mit euch! Auch ihr habt eure Herausforderung zu meistern. Dazu Gottes Kraft und Durchblick! Und vor allem wünsche ich euch, dass jeder auf seine Art und Weise spürt, dass Gott ihn liebt.
Comments(0)



