Stressige Zeiten

Wenn ich ehrlich bin, dreh ich gerade ganz schön am Rad.

Die Geburt von Bennet macht mich überaus glücklich und stolz. Zeitgleich bedeutet der Familienzuwachs weitere Verantwortung und Einsatz. Zudem erhielt ich für Dezember ein unerwartetes Jobangebot, dass ich unbedingt annehmen wollte. Eine weitere Herausforderung, an der ich nun sitze.

Diese zwei Lebensbereiche empfinde ich als durchaus positiv. Sie sind gewollt und bringen mich weiter!

Dagegen nervt mich ein drittes, größeres “Projekt”: meine Bauherrenschaft. Das geht mir dieser Tage mächtig auf die Eier. Ständig muss was organisiert und abgesprochen werden. Die Kalkulation muss zum x-ten male upgedatet werden, wobei das Budget aufgefressen wird. Dabei wollten wir ja noch dies und das einplanen …

Bisher habe ich das alles ganz gut gemeistert und auf die Reihe bekommen. Aber aktuell frustet mich meine Baugeschichte schon ein wenig. Ich weiß, dass der Stress von temporärer Bedeutung ist. Ich will aber nicht mehr länger den Halbstarken spielen, der alles im Griff hat und ganz cool ist. Ich gestehe mir meine Begrenzung und Inkompetenz ein. (Ups, drei Sätze hintereinander, die jeweils mit einem “Ich” beginnen. Habe um die Uhrzeit definitiv keinen Bock mehr, mit den Sätzen zu jonglieren.)

Und so wird mein Blick frei für 2. Korinther 12,10f:

Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.

Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.

Yeah!

PS: Beim Schreiben habe ich mich gefragt, ob ich hier wirklich einen gewissen Einblick in mein “Seelenleben” geben soll. Aus drei Gründen werde ich hier weiter so fortfahren:

  1. Schon in meinem ersten Beitrag habe ich erwähnt, dass ich hier in erster Linie für mich selbst schreibe. Ich gebrauche dieses Medium, um ein wenig den Tag oder eine Lebensphase zu reflektieren. Daneben gibt es hier und da auch belangloses oder ein schlichtes, kurzes Feedback, was “heute” gelaufen ist. Dieser Blog soll kein Promotion-Tool für meine Karriere sein.
  2. Ich habe keinen Bock mehr, mich immer nur bedeckt zu halten.
  3. So heftig war es doch gar nicht.
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2 Comments so far

  1. Kerstin on Januar 18th, 2006

    Hi georgos :) Bin über HaSo bei Dir gelandet.
    Zu Deinem PS: Ich fand das auch nicht so heftig. Aber man muss sich an sowas gewöhnen – also nein, man muss natürlich nicht, aber wenn man will, darf man. Äh. *kopfkratz*

    Eure Knöpfe sind ja zucker. Ich melde mich als freiwilliger Bedarfsbabysitter :D

  2. georgos on Januar 18th, 2006

    Stimmt Kerstin, irgendwie muss ich mich dran gewöhnen. Einige Leute sprechen mich drauf an “Ist doch auch gefährlich, so ein Blog”, was natürlich die Verunsicherung nicht unbedingt abbaut. Dennoch glaube ich, dass ich hier auf einem guten Weg bin.

    Und nochmal: Stimmt Kerstin! Meine Jungs (mal ganz objektiv betrachtet) ;-) sind wirklich zucker süß! :D

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